Österreich am Abstellgleis: Neue deutsche Bundesregierung revolutioniert Landwirtschaft

Wien (OTS) – Die neue deutsche Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsübereinkommen ein starkes Bekenntnis zur Weiterentwicklung in Richtung einer tier-, umwelt- und klimafreundlichen Landwirtschaft gesetzt. Eine verpflichtende Tierhaltungs- und Herkunftskennzeichnung, die Umstellung der Agrarförderungen, Verschärfungen bei Lebendtiertransporten und höhere Strafen bei Tierquälerei sind nur einige Punkte. Sie entsprechen den Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens, das von über 416.000 Menschen unterschrieben wurde. Angesichts dieser Entwicklungen droht Österreich bei der landwirtschaftlichen Nutzung von Tieren nun völlig ins Hintertreffen zu geraten, wenn nicht rasch wesentliche Fortschritte vereinbart werden. Vollspaltenböden, Kükentöten und Kälberexporte müssen endlich verboten werden. Vor der finalen Sitzung des zuständigen Ausschusses im Nationalrat, welche am 9. Dezember stattfindet, fordern die Initiatoren des Tierschutzvolksbegehrens daher nun ein klares Bekenntnis zur Umsetzung ihres Programms: „Es ist grotesk: Just in Deutschland, dem bisherigen Massentierhaltungs-Vorreiter, werden jetzt unsere Forderungen umgesetzt, während in Österreich die ÖVP nach wie vor den nötigen Fortschritt blockiert. Wenn Deutschland den Umbau in Angriff nehmen kann, muss Österreich nun rasch folgen – sonst droht endgültig der Zerfall kleinbäuerlicher Strukturen. Wir appellieren erneut an die Regierung eine Einigung herbeizuführen und dabei den Einbezug der Konsumenten nicht zu vergessen. Dubiose Hinterzimmer-Deals werden wir mit Sicherheit nicht mittragen“ so Sebastian Bohrn Mena, Bevollmächtigter des Tierschutzvolksbegehrens und Sprecher der Nachfolge-Initiative oekoreich.

Bürgerinitiative oekoreich, Sprecher Dr. Sebastian Bohrn Mena, +43 660 703 88 64, initiative@oekoreich.com

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