Projekt „Green Energy Lab“ erhält 10 Millionen Euro vom Klimafonds – 50% der Förderung geht an weiß-grüne Projekte

Graz (OTS) – Gemeinsame Entwicklung von Innovations-Projekten im Bereich Erneuerbarer Energie. Österreich startet mit den Vorzeigeregionen Energie das bisher größte nationale Innovationsprojekt für grüne Energie und setzt Maßstäbe für die Energie- und Mobilitätszukunft. Das Green Energy Lab ist die größte der insgesamt drei Vorzeigeregionen und erstreckt sich über die Bundesländer Wien, Niederösterreich, Burgenland und Steiermark. Ziel ist, die bereits vorhandenen Technologien zu bündeln, sie mit neuen, innovativen Ideen anzureichern und Lösungen für die Herausforderungen am Weg zwischen Energieerzeugern und Endkunden zu realisieren. Die Markteinführung neuer Technologien, Produkte und Services wird dadurch beschleunigt. Die österreichische Ostregion mit ihren erneuerbaren Energieerzeugern und -experten sowie einem starken Stadt-Land-Gefälle machen das Gebiet zu einer europaweit einzigartigen Demoregion. Zwtl.: Das Green Energy Lab Über 55 Unternehmens- und Forschungspartner nehmen zum Start in insgesamt neun Projekten am Green Energy Lab teil. Dieses wird von Energie Burgenland, Energie Steiermark, EVN und Wien Energie getragen sowie von der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich und dem steirischen Green Tech Cluster unterstützt. Bereits jetzt befindet sich in den vier Bundesländern der Ostregion der bei weitem höchste Anteil an fluktuierender erneuerbarer Energieerzeugung in Österreich. Christian Panzer, Sprecher der Forschungsinitiative Green Energy Lab: „Es geht darum, die Herausforderungen dieser Region zu bewältigen, denn hier gibt es einerseits große Ballungszentren aber auch weitläufige ländliche Gebiete. Überschüssiger Windstrom, der nicht gespeichert werden kann, muss beispielsweise vom Land in die Städte gebracht werden – sei es als Strom oder umgewandelt in erneuerbare Wärme. Die dazu notwendigen erprobten sowie ganz neuen Technologien und Anwendungen werden im Green Energy Lab realisiert und gewinnbringend gebündelt. Damit ebnen wir den Weg für die Energiewende in Österreich.“ Zwtl.: Innovation Lab als Dreh- und Angelpunkt Herzstück des Green Energy Lab ist das Innovation Lab. Hier werden nach einem eigens entwickelten Open Innovation Ansatz neue Ideen generiert und evaluiert, Informationen und Expertenwissen gekoppelt und der Fokus auf das Zusammenwirken aller Akteure gelegt. Alle Projektergebnisse fließen in eine gemeinsame Open Data-Plattform ein, die die Daten aus den Projekten aufbereitet und den Konsumenten unmittelbar einbindet. Die Inhalte sind vielschichtig: von der Entkopplung von Erzeugung und Verbrauch über die Energiespeicherung bis hin zum Einsatz neuer digitaler Werkzeuge für die Energieraumplanung. So werden etwa Second Life Batterie-Systeme zur Überprüfung der Funktionstüchtigkeit und Weiterverwendbarkeit alter E-Auto-Batterien entwickelt, neue Einsatzmöglichkeiten hocheffizienter Wärmepumpentechnologie geprüft oder die Blockchain-Technologie für Energieanwendungen getestet. Das größte Projekt, Thermaflex, untersucht die Potenziale für Effizienzsteigerungen im Bereich Fernwärme anhand unterschiedlicher Technologien und Testfälle und verbindet dabei 26 Partner aus Industrie, Technologie und Forschung sowie regionalen und kommunalen Organisationen. Zwtl.: Steiermark als Forschungspionier Die hohe Innovationskraft der Energie Steiermark und ihrer Partner macht sich bezahlt: „Rund 50 Prozent der dem Green Energy Lab zugesprochenen Fördergelder kommen in die Steiermark, insgesamt handelt es sich dabei um über über 5 Millionen Euro“, freut sich das Vorstandsduo der Energie Steiermark, Christian Purrer und Martin Graf. „Das ist eine neue, erfreuliche Bestätigung, dass die Steiermark das Forschungsland Nummer 1 ist. Wir arbeiten bei allen Projekten sehr eng mit Partnern aus Forschung und Wirtschaft zusammen, vor allem auch mit dem Green Tech Cluster Styria. Der Informationsaustausch klappt hervorragend – auch mit den beteiligten Energieunternehmen aus den anderen Bundesländern.“ Und das sind die Highlights der steirischen Innovations-Aktivitäten: Im Rahmen des „Second-Life-Battery Projekts“ werden gemeinsam mit Partnern wie AVL, Saubermacher und anderen Batteriespeichersysteme nicht recycelt, sondern in neuen Einsatzgebieten wiederverwendet. Zusätzlich wird ein Gerät zum Schnelltesten von gebrauchten Batterien entwickelt. „Hier steht vor allem die Weiternutzung von Batterien von E-Autos im Mittelpunkt“, so Purrer. Das Projekt „Thermaflex“ untersucht die Potenziale für Effizienzsteigerungen im Bereich Fernwärme anhand unterschiedlicher Technologien und Testfälle und verbindet dabei ganze 26 Partner von Industrie, Technologie, Forschung bis hin zu regionalen und kommunalen Organisationen. Flexibilitäten wie z. B. Wärmespeicher, Wärmepumpen, intelligente Steuerungen, Sektorkopplung mit Strom- und Abwassersystemen werden ganzheitlich betrachtet und im Rahmen von Demonstratoren unter anderem in Gleisdorf und Leibnitz umgesetzt. Dieses Projekt läuft bis 2022. Unter dem Titel „Blockchain Grid“ befasst sich ein weiteres Projekt in der Gemeinde Heimschuh mit der optimalen Nutzung freier Netzkapazitäten im Bereich Strom, um Verdienstmöglichkeiten für die Nutzer von Photovoltaikanlagen zu generieren. Grundlage dafür ist die dortige Speicheranlage „LEAFS“, die im vergangenen Jahr in Betrieb genommen wurde. Dieser Ansatz wird durch die Blockchain Technologie und dem damit einhergehenden hohen Grad an Automation ermöglicht. Im Speziellen wird eine Blockchain-basierte Plattform implementiert, die es den Nutzern eines Netzabschnitts ermöglicht, freie Netzressourcen untereinander für Erzeugung und zusätzliche Lasten aufzuteilen. Der Netzbetreiber agiert hierbei lediglich als Bereitsteller des Systems. In Heimschuh soll diese Technologie unter Realbedingungen getestet werden – ca. 200 passive und 15 aktive TeilnehmerInnen sind an diesem Test beteiligt. Zwtl.: Hintergrund und langfristige Ziele Mit der FTI-Initiative „Vorzeigeregion Energie“ des Klima- und Energiefonds werden mit innovativen Energietechnologien aus Österreich Musterlösungen für intelligente, sichere und leistbare Energie- und Verkehrssysteme der Zukunft entwickelt und demonstriert. Mit einer Gesamtlaufzeit bis 2025 und einem Förderbudget in der Höhe von bis zu 40 Millionen Euro pro Vorzeigeregion werden drei thematisch unterschiedliche Vorzeigeregionen gefördert – in Summe werden 120 Mio. Euro zur Verfügung gestellt, zwei weitere Ausschreibungen für Umsetzungsprojekte in diesen drei Regionen folgen. Innovationsminister Norbert Hofer: „Mit den ,Vorzeigeregionen Energie‘ gelingt es, Österreich als Energieinnovationsland zu positionieren. Green Energy Lab ist eine starke Allianz aus Wirtschaft, Wissenschaft und vier Bundesländern. Green Energy Lab unterstützt uns aktiv dabei, unsere nationale Klima- und Energiestrategie [#mission2030] (https://mission2030.info/) umzusetzen.“ Der Klima- und Energiefonds fördert – dotiert aus Mitteln des bmvit – die Vorzeigeregion mit mehr als 9,7 Mio. Euro. Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds: „Unser Ziel ist es, innovationsgetriebene österreichische Unternehmen auf ihrem Weg in die Dekarbonisierung zu begleiten und die richtigen Impulse zu setzen. Mit der Vorzeigeregion Green Energy Lab schlagen wir einen zukunftsorientierten Weg in Richtung innovativer, sicherer und leistbarer Energie und Mobilität ein.“ Eigentümervertreter Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer: „Wir brauchen grüne, sichere und leistbare Energie für alle Steirerinnen und Steirer. Gerade die Steiermark als Forschungs- und Innovationsland Nummer eins in Europa bietet dafür ein perfektes Umfeld. Die steirischen Projekte schaffen Arbeitsplätze in vielen Teilen der Steiermark und helfen, unser Land zu modernisieren und für die Zukunft abzusichern.“

Energie Steiermark AG Mag. (FH) Urs Harnik-Lauris Leiter Konzernkommunikation +43 (316) 9000 5926, Mobil: +43 (664) 180 1780 urs.harnik@e-steiermark.com Fax: +43 (316) 9000 20829 8010 Graz, Leonhardgürtel 10

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