Energie und Nachhaltigkeit: Die Partnerschaft gegen Energiearmut – Energie Steiermark AG und Caritas der Diözese Graz-Seckau

Graz (OTS) – Energie ist ein Grundbedürfnis. Die Energie Steiermark und die Caritas setzen sich daher gemeinsam für Menschen ein, die von Energiearmut gefährdet sind. Dazu stellt die Energie Steiermark der Caritas einen Fonds in Höhe von 100.000 Euro für direkte Hilfe und Beratungsleistung zur Verfügung. Die Partnerschaft wurde im Herbst für zunächst ein Jahr geschlossen und läuft bis September 2018. Die Mittel aus dem Fonds kommen KundInnen der Energie Steiermark zugute, die aufgrund von Zahlungsrückständen oder drohender Strom- und/oder Heizungsabschaltung Hilfe in einer der Beratungsstellen zur Existenzsicherung der Caritas suchen. Nach genauer Prüfung der Situation und einer eingehenden Beratung wird mit der Caritas ein Plan entwickelt, um Schulden auszugleichen und langfristig die Situation der betroffenen Haushalte zu stabilisieren. Aus dem Fonds der Energie Steiermark können dabei individuell akute Zahlungsrückstände ausgeglichen werden; möglich ist auch ein Gerätetausch im Sinne höherer Energieeffizienz. Die Caritas begleitet die Haushalte entsprechend der Vereinbarung, bis die Notsituation verlässlich überwunden ist. Ansprechpartner Energie Steiermark: Peter Mussenbichler (Kundenombudsmann) peter.mussenbichler@e-steiermark.com Telefon: 0316/9000-52873 Ansprechpartnerin Caritas: DSA Iris Eder Beratungsstelle zur Existenzsicherung Mariengasse 24, 8020 Graz E-Mail: iris.eder@caritas-steiermark.at Telefon: 0316/80 15-330 [http://sozialberatung.caritas-steiermark.at] (http://sozialberatung.caritas-steiermark.at/) Es gilt das gesprochene Wort! Zwtl.: Caritasdirektor Herbert Beiglböck Eine warme Wohnung zu haben, ist ein menschliches Grundbedürfnis. Aber auch in unserer reichen Gesellschaft gibt es viele Menschen, für die es nicht selbstverständlich ist, ein Dach über dem Kopf und ein warmes Zuhause zu genießen. Nach Zahlen der Statistik Austria können 229.000 Menschen in Österreich ihre Wohnung nicht angemessen warm halten. Diese abstrakte Zahl bekommt für uns in der Caritas täglich ein Gesicht: dann, wenn Betroffene in der Pfarrcaritas und in den Beratungsstellen zur Existenzsicherung Hilfe suchen. Aus diesen Gesprächen wissen wir, dass die Energiekosten ein großes Thema sind. Wenn die Menschen sparen müssen, weichen sie oft auf alternative Heizmöglichkeiten aus, die dann wiederum hohe Folgekosten nach sich ziehen. Es werden billige Radiatoren angeschafft, die sich dann in der Stromrechnung niederschlagen, oder es wird die Küche über den Backofen geheizt, um wenigstens einen Raum wärmer zu halten. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen , versuchen wir, neue Modelle der Beratung umzusetzen und Hilfe anzubieten, die vorbeugend wirkt und die auch hilft, Folgeprobleme zu vermeiden. Ich bin dankbar, dass wir bei der Entwicklung dieser Projekte mit der Energie Steiermark AG einen starken und sozial sensiblen Partner an der Seite haben. Zwtl.: Energie Steiermark Vorstandssprecher Christian Purrer und Vorstandsdirektor Martin Graf Die Energie Steiermark ist eines der größten Unternehmen des Landes und versteht sich als Energieversorger im Dienste der Menschen. Als Unternehmen mit Verantwortung möchten wir einen Beitrag leisten, dass auch die Menschen von den guten Lebensbedingungen hier profitieren, mit denen es das leben nicht so gut gemeint hat. Immer wieder sind wir als Unternehmen damit konfrontiert, dass KundInnen ihre Rechnungen nicht bezahlen können. Daher haben wir nach einem Weg gesucht, um gut mit solchen Situationen umgehen zu können. Wir haben uns dazu entschlossen, der Caritas einen Fonds in der Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung zu stellen, um KundInnen der Energie Steiermark aus Notlagen zu helfen. Wir möchten damit zweierlei erreichen: Betroffene Menschen sollen rasche und effiziente Hilfe erfahren. Gleichzeitig möchten wir, dass diese Hilfe nachhaltig ist und die Menschen langfristig aus ihrer Notlage herauskommen, damit sie nicht nach kurzer Erholung erneut in Rückstände geraten. Die Partnerschaft mit der Caritas garantiert genau das, denn die Menschen erhalten gemeinsam mit der Hilfe für heute auch Beratung für morgen. Iris Eder, Leiterin der Beratungsstelle zur Existenzsicherung der Caritas Die Caritas Steiermark ist mit den regionalen Beratungsstellen zur Existenzsicherung in der ganzen Steiermark präsent. Gemeinsam mit der Pfarrcaritas, die als erste Anlaufstelle für Menschen in Not direkt vor Ort ist, spannen wir ein Netz der Hilfe über die gesamte Steiermark. Wir haben ein Ohr für die Menschen, die nicht mehr weiter wissen, etwa weil sie in Schulden geraten sind oder weil eine Krankheit oder ein anderer Schicksalsschlag sie aus der Bahn geworfen hat. Ganz oft geht es um das Thema Energie oder Heizen. Unsere Hilfe besteht dann darin, dass wir die finanzielle Situation und die Lebensumstände der Menschen genau ansehen und gemeinsam einen Plan entwickeln, um angehäufte Schulden zu begleichen und die Situation nachhaltig abzusichern. Dabei hilft es sehr, wenn große Posten wie ein Rückstand bei der Strom- oder Gasrechnung ausgeglichen wird. Das ist für die betroffenen Menschen eine große Erleichterung und hilft, wieder Boden unter den Füßen zu spüren. Zwtl.: Zwei Beispiele, in denen die Partnerschaft greift, können dies veranschaulichen: Vierköpfige Familie mit krankem Baby Familie M. wohnt mit ihren 4 Kindern in der Südoststeiermark. Aus früheren Beziehungen der Eltern resultierten Schulden. Beide haben sich nach Kräften bemüht, einer Arbeit nachzugehen und ihren Kindern ein normales Leben zu ermöglichen. Das vierte Kind, ein Frühchen, musste von Anfang an immer wieder ins Krankenhaus und intensiv betreut werden. Herr M. übernahm verstärkt Arbeiten im Haushalt und in der Betreuung, reduzierte seine Arbeitsstunden und konnte keine Überstunden mehr leisten. Der geringere Verdienst auf der einen Seite und hohe Therapiekosten für das Baby andererseits führten dazu, dass die Familie ihre Fixkosten nicht mehr bestreiten konnte und in Zahlungsrückstand bei der Stromrechnung geriet. Die Familie wandte sich an die Caritas. Wir führten einen Finanzcheck durch und halfen der Familie, die ihr zustehende Beihilfen zu den Therapiekosten zu beantragen. Durch den Fonds Energie und Nachhaltigkeit mit der Energie Steiermark konnten wir den Rückstand begleichen und Familie M. helfen wieder positiv in die Zukunft zu gehen. Die Familie muss nach wie vor genau planen und gut haushalten, kommt aber jetzt mit den zur Verfügung stehenden Mitteln gut aus. Schlaganfall mit Folgeschäden Herr. A. erlitt mit 55 Jahren einen Schlaganfall. Er kann seitdem nur noch sehr wenig Nahrung zu sich nehmen und muss Flüssignahrung zuführen. Dazu ist eine Sonde notwendig, die ordentlich versorgt werden muss, damit sich nichts entzündet. Herr A. bekommt hier keine finanzielle Unterstützung durch die Gebietskrankenkasse und muss sich weitgehend selbst versorgen. Herr A. lebt von der Notstandshilfe, Mindestsicherung und einem geringen Pflegegeld. Aufgrund der vielen Krankenhausaufenthalte wechselte sein Einkommen immer zwischen Rehageld, Notstandshilfe und Mindestsicherung. Auch das Pflegegeld wurde während der stationären Aufenthalte einbehalten. Herr A. kam mit seinen Zahlungen durcheinander bzw. waren auch nicht immer ausreichend finanzielle Mittel vorhanden und somit entstand ein Stromrückstand. Als sich Herr A. an uns wandte, waren seine finanziellen Verhältnisse weitgehend ungeklärt und wir konnten mit ihm gemeinsam wieder Ordnung in sein System bringen. Herr A. stimmte auch einer freiwilligen Einkommensverwaltung zu und somit steht einer positiven Prognose nichts mehr im Wege. Um Herr A. finanziell zu entlasten, konnten der Stromrückstand durch den Fonds Energie und Nachhaltigkeit abgedeckt werden.

Energie Steiermark AG Mag. (FH) Urs Harnik-Lauris Leiter Konzernkommunikation +43 (316) 9000 5926, Mobil: +43 (664) 180 1780 urs.harnik@e-steiermark.com Fax: +43 (316) 9000 20829 8010 Graz, Leonhardgürtel 10

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